Kompetenzerweiterung
| Erfordernisse | 24 ECTS |
|---|---|
| Kontakt | IZMF |
| LV-Angebot | tba |
| Details | Mitteilungsblatt vom 27. April 2026 |
Nach vielen Jahren, in denen wir bereits eine Studienergänzung anbieten, können wir ab Herbst 2026 uns dem neuen Major-Minor-Bachelorstudienmodell der Universität Salzburg anschließen und eine Kompetenzerweiterung anbieten.
ALLGEMEINES
Forschung und Lehre zu Mittelalter und Frühneuzeit werden an der Universität Salzburg in zahlreichen Fachgebieten betrieben und über das Interdisziplinäre Zentrum für Mittelalter und Frühneuzeit (IZMF) koordiniert. Die Studienergänzung und künftige auch die Kompetenzerweiterung „Interdisziplinäre Studien zu Mittelalter und Frühneuzeit mit Schwerpunkt Digital Humanities“ bietet den Studierenden ein strukturiertes Studienprogramm, das ein breites Spektrum an verschiedenen Disziplinen wie Geschichte, Kunstgeschichte, jüdische Kulturgeschichte, Mittelalterarchäologie, Philologie (Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Latein, Romanistik, Slawistik), Philosophie, Theologie und Medizingeschichte umfasst und in Lehrveranstaltungen wie der jährlichen Ringvorlesung des IZMF und des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Frühneuzeit (IMAREAL) auch dezidiert interdisziplinäre Ansätze verfolgt.
GEGENSTANDSBEREICH, BILDUNGSZIELE UND ANWENDUNGSORIENTIERTE KOMPETENZEN
Die Kompetenzerweiterung „Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitstudien mit Schwerpunkt Digital Humanities“ vermittelt den Studierenden wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Kenntnisse über die spezifischen historischen, kulturellen und ästhetischen Bedingungen, die den Gegenstandsbereich der interdisziplinären Mediävistik und Frühneuzeitforschung, das sind mittelalterliche und frühneuzeitliche Geschichte, Kultur, Kunst, Literatur und Sprache, kennzeichnen sowie deren Faszination und ungebrochene Wirkungsge- schichte bis in die Gegenwart begründen (sei es in Form von Kunstschätzen, literarischen Werken, Denkformen oder in Form von Baudenkmälern wie Kathedralen und Burgen). Digitale Ansätze und der Umgang mit Daten, Tools und Best Practices aus den Digital Humanities sind Teil der Kompetenzerweiterung. Sie bieten eine zeitgemäße berufs- und forschungsorientierte Ausbildung.
Der Fokus der Kompetenzerweiterung liegt auf aktuellen soziopolitischen, soziokulturellen, literatur- und kunstgeschichtlichen sowie kulturwissenschaftlichen Fragen zu den Epochen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, wobei der gesamteuropäischen, für die Frühe Neuzeit auch der außereuropäischen Dimension, sowie der interdisziplinären Erschließung von Themenfeldern besondere Aufmerksamkeit gilt.
QUALIFIKATIONSPROFIL UND KOMPETENZEN (LEARNING OUTCOMES)
Absolvent:innen der Kompetenzerweiterung „Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitstudien mit Schwerpunkt Digital Humanities“:
• haben wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Kenntnisse über die interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitforschung.
• verstehen Prozesse des interkulturellen Transfers, interliterarische, interlinguistische und sprachgeschichtliche Phänomene, mediale und materiale Bedingungen mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kunst- und Kulturproduktion, aber auch soziopolitische und -kulturelle Praktiken und Interaktionsformen.
• können komparatistische sowie inter- und transdisziplinäre Ansätze in Bezug auf die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Untersuchungsgegenstände methodisch und theoretisch reflektieren.
• kennen aktuelle Arbeitstechniken aus den Digital Humanities.
• können spezifische Problemstellungen aus geisteswissenschaftlichen Disziplinen mit computergestützten Methoden bearbeiten.
• verstehen komplexe geistes- und kulturwissenschaftliche Zugänge zu Forschungsgegenständen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.
• sind in der Lage Zusammenhänge zwischen thematischen Arbeitsbereichen der Geistes- und Kulturwissenschaften strukturiert zu erfassen.
• sind zu einer eigenen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit geistes- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen befähigt.
• beherrschen die Grundlagen des interdisziplinären, wissenschaftlichen Arbeitens.
• haben vertiefte Kenntnisse in der Anwendung computergestützter Methoden.
• können mit digitalen Methoden Lösungen für komplexe geistes- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen entwickeln.
BEDARF UND RELEVANZ DER KOMPETENZERWEITERUNG FÜR WISSENSCHAFT, GESELLSCHAFT UND ARBEITSMARKT
Die Kompetenzerweiterung „Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitstudien mit Schwerpunkt Digital Humanities“ bietet den Studierenden ein interdisziplinäres Studienprogramm, das ein breites Spektrum an Disziplinen wie Geschichte, Kunstgeschichte, Jüdische Kulturgeschichte, Mittelalterarchäologie, Philologie (Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Latein, Romanistik, Slawistik), Philosophie, Theologie und Medizingeschichte umfasst und in Lehrveranstaltungen wie der jährlichen Ringvorlesung des IZMF und des IMAREAL dezidiert interdisziplinäre Ansätze einschließt sowie im Bereich Digital Humanities einen Schwerpunkt auf digitalen Ansätzen, Tools und Best Practices in den Geisteswissenschaften setzt. Am Ende des Studiums verfügen Absolvent:innen der Kompetenzerweiterung über das nötige fachliche, methodische und theoretische Wissen sowie das kritische Reflexionsvermögen, um interdisziplinäre geisteswissenschaftliche Fragestellungen im Bereich Mittelalter- und Frühneuzeitstudien zu bearbeiten und dabei digitale Methoden anzuwenden. Damit sind Studierende in der Lage unter Anleitung Forschungsleistungen in diesem Bereich erbringen zu können. Studierende erwerben ein spezialisiertes Qualifikationsprofil, das sie für die akademische Beschäftigung auf dem gleichermaßen universitären und außeruniversitären Arbeitsmarkt befähigt.
Mit dem Schwerpunkt Digital Humanities arbeiten Absolvent:innen der Kompetenzerweiterung in Tätigkeitsfeldern, die die Digitalisierung und digitale Transformation der Gesellschaft mitgestalten.
Absolvent:innen der Kompetenzerweiterung stehen je nach Schwerpunkten in den gewählten Lehrveranstaltungen u.a. folgende Berufsfelder offen:
• Datenmodellierung, Datenanalyse und Datenmanagement im akademischen und unternehmerischen Umfeld
• Digitale Services und Infrastrukturmanagement
• Archiv- und Ausstellungswesen
• Bibliotheks- und Dokumentationswesen
• Bau- und Denkmalpflege
• Öffentlichkeits-, Verlags-, Presse- und Medienarbeit
• Kunst- und Kulturvermittlung
• Jugend- und Erwachsenenbildung